Daniel Schüür
Ein kurzer Bericht über die Entstehung der Fotografie

In der Mitte des l6. Jahrhunderts gelang es einem begabten Neapolitaner - J.B.Porta (l541-l615) Bilder von gut belichteten Gegenständen herzustellen. Er benutzte einen dunklen Kasten mit einem Loch auf einer Seite, und brachte dort eine Vergrösserungslinse an. Er beobachtete, dass der vorgesetzte Gegenstand ein reines und klares Bild ergab. Somit entstand die Dunkelkammer. Der Alchimist Fabricio, der ungefähr zur selben Zeit lebte, beobachtete, dass Chlorsilber unter der Einwirkung des Lichtes schwarz wurde. Erst 200 Jahre später ist es dem Physiker Charles gelungen, den ersten fotografischen Abzug zu erhalten. Er hat den Umriss eines Schülers auf ein mit Chlorsilber imprägniertes Papier projiziert. Die Konturen sind weiss auf schwarzem Grund erschienen. Dieses Bild hat sich jedoch aufgelöst, sobald es dem Licht ausgesetzt war. Im Jahre 1802 gelang es Wedgwood transparente Zeichnungen auf einer Fläche, die mit Silbernitrat bearbeitet und dem Licht ausgesetzt war, zu reproduzieren. Nicephore Niepce (1765-1833), hatte die Idee Erdpech als Sensibilisator zu verwenden, welches vom Licht verändert wird. Er teilte das Ergebnis seiner Versuche Daguerre (1787-1851) mit. Dieser stellte fest, dass eine Scheibe mit Jodsilber beschichtet- die Daguerreotypie - Joddämpfen ausgesetzt, von der Wirkung des Lichtes beeindruckt wurde. Die fast unsichtbare Veränderung konnte entwickelt werden, wenn sie Quecksilberdämpfen ausgesetzt wurde.Danach wurde sie mit einer Lösung von Kaliumzyanid fixiert, welche das nicht belichtete Jodsilber auflöst.

Die
Daguerreotypie (1839) war die erste praktische Lösung des fotografischen Problems. Im Jahre 1841 hat Claudet Beschleunigungssubstanzen entdeckt. Dadurch war es möglich, dass die Objekte kürzere Zeit der Belichtung ausgesetzt werden konnten. Ungefähr zur selben Zeit hat der Engländer William Henry Talbot die Daguerreotypie aus Metall durch die aus Papier ersetzt. (Calotyp genannt). Niepce de Saint-Victor (1805-1870), Cousin von Nicephore, gelang es, die Fotoscheibe aus Glas herzustellen, beschichtet mit Albumin und durch Jodsilber sensibilisiert. Maddox und Benett (1871-1878), haben die Sensibilisierung einer Scheibe aus Bromid-Gelatine entdeckt. Vogel (1875) hat die Emulsionen durch kleine Portionen verschiedener organischer Mischungen sensibilisiert. Damit hat er die Skala der aktinischen Strahlen vergrössert, d.h. von Strahlen die fähig sind, die Fotoscheibe zu beeindrucken. George Eastman hat die Entwicklung verbessert, indem er den Rollfilm aus Zelluloid erfand, der bis heute benutzt wird. Mit der Entwicklung der Informatik und der Digitalisierung von Bildern, werden die Zelluloidrollfilme durch Chips ersetzt, welche praktischer sind und eine grosse Kapazität der Bildspeicherung besitzen.


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